Kinderehen

Kinderehen sind Ehen, in denen mindestens eine der beiden Personen unter 18 Jahren alt ist. Laut UNICEF sollten Minderjährige generell nicht heiraten, weil das ein großer Einschnitt in ihrem Leben ist und sie die Folgen womöglich noch nicht ganz erfassen können. Und selbstverständlich sollten Kinder, Mädchen oder Jungen, auf keinen Fall zu einer Ehe gedrängt und erst recht nicht gezwungen werden. 

Auch wenn die Häufigkeit von Kinderehen weltweit zurück gegangen ist, sind sie nach wie vor keine Seltenheit. Jedes Jahr heiraten weltweit schätzungsweise 12 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr. Die meisten Kinderehen passieren auf dem afrikanischen Kontinent, besonders in West- und Zentralafrika. Am häufigsten sind Kinderehen in Niger (76%), in der Zentralafrikanischen Republik (61%) und im Tschad (61%). Zudem kommen Kinderehen in Süd-Asien, wie zum Beispiel in Bangladesch (51%), häufig vor.

Sonjida aus Myanmar erzählt ihre Geschichte

Was macht UNICEF?

UNICEF setzt sich weltweit für die Rechte von Mädchen ein und fördert ihre Entwicklung. Wir sind in unter anderem in folgenden Bereichen aktiv:

  • Bildung: UNICEF arbeitet daran sicherzustellen, dass Mädchen Zugang zu Bildung haben. Wir unterstützen den Bau von Schulen, stellen Unterrichtsmaterialien bereit und schulen Lehrpersonen. 
  • Gesundheit: Wir sorgen für eine gesicherte Gesundheitsversorgung für Mädchen, insbesondere in den Bereichen Familienplanung, Schwangerschaftsvorsorge und Impfungen. 
  • Schutz: UNICEF setzt sich für den Schutz von Mädchen vor Gewalt, Kinderehen und Ausbeutung ein. 
  • Hygiene (WASH-Programm): Wir arbeiten daran, Mädchen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen sanitären Einrichtungen zu ermöglichen. 

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